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Problem: Schwarmintelligenz

aufgegriffen von
Emanuel Franziskus Penzkofer
am 03.12.2015

Wenn man schon einmal im Fernsehen gesehen hat, wie eine Rotte von Delphinen einen Schwarm Heringe so lange einkreist, zusammentreibt und umrundet, bis sie diesen fast vollständig vertilgt hat, erkennt man, daß Schwarmintelligenz nicht die Lösung sondern nur der letztlich untaugliche Versuch ist mit beschränkten Mitteln dem Verhängnis zu entkommen.

letzte Aktivität: 12.12.2017, 16:35

bisher 6 Reaktionen


Drogan Janß
am 27.12.2015, 06:15

Bei Heringen führt sie im Allgemeinen auch zum Erfolg, bis etwas kommt das noch intelligenter ist. Bienen, Ameisen, Termiten usw. sind das beste Beispiel dafür das Schwarmintelligenz ein guter Weg zum Erfolg ist. In Harvard haben sie Roboter mit ganz einfachen Regeln Programiert, diese können sich nun selbst organisieren und bilden so selbstständig eine Form die man ihnen sagt. Andere Roboter schaffen es mit maximaler Effizienz Flächen abzusuchen in dem sie untereinander Komunizieren, etwas das z.B. die Erforschung des Mars ungemein erleichtern wird.

1


Daniel Pfeiffer
am 08.02.2016, 19:58

Die positive Antwort einer Schwarmintelligenz bedarf zunächst ausreichender gleichlautender Stimulation durch Individuen - unabhängig davon ob deren Entscheidung völlig falsch oder richtig sind. Es wäre also Schwarmnicken berechtigter - Ja/Nö - Gefühl - Digital.

2


Thomas Perthel
am 09.02.2016, 22:18

Ist Schwarmintelligenz eine Form von Anarchie? Der kategorische Imperativ gelebt in der Gruppe eine bessere Gesellschaft? Zum Nutzen aller?

3


Katharina
am 02.01.2017, 11:33

In Versuchen mit Fischen wurde aus einem Schwarm willkürlich ein Individuum ausgesucht und diesem das Corpus calosum (die Brücke zwischen beiden Hirnhemisphären) durchtrennt. Dadurch kann dieser Fisch die Erkennung der ihm drohenden Gefahr und die daraus resultierende notwendige Aktion nicht mehr situationsgerecht einschätzen.
Eigentlich sollte man meinen dass dieses Individuum bald aus dem Schwarm ausscheidet und gefressen wird.
Tatsächlich konnte man jedoch beobachten, dass genau dieser Fisch, der so unangebracht in völlig "falsche" Richtungen schwamm und total verrückt reagierte, zum Richtungsangeber des gesamten Schwarms wurde.
Ohne zu "reflektieren" folgten die vermeintlich intelligenteren Fische, deren Hemisphären noch intakt waren, diesem gehirnfehlgesteuerten Fisch.

Fragliche Schlussfolgerung: ist der Dümmste immer der Chef?!

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Peter Gress
am 12.01.2017, 10:23

Ich habe eine intakte Hemisphärenbrücke, renne aber oft hin und her, verspotte mich selber und meine Handlungen vom Vortag, mein Schwarm Mitarbeiter auch immer hin und her bis zu diesem Punkt, an dem eine Entscheidung getroffen wird. Meist kommt der Impuls von mir, dem Chef, dann aber wird der Schwarm intelligent, prüft und beschließt Handlung. Dann ist es aus mit hin und her, dann gilt's. Bis zum nächsten Schritt der Aussicht auf einen Wettbewerbsvorsprung verspricht. Dann geht es wieder los, hin und her, Gedanken verfolgen, Dinge beschliessen, verwerfen... Chefs sind nicht die Dümmsten, sie haben den integrierten Impulsunterbrecher der die Hemisphären kurzzeitig zu trennen im Stande ist. Aus. An. Aus. An. usw. Tolle Sache, solltet ihr euch anschaffen.

5


Peter Ziemens
am 17.07.2017, 18:00

meine vorläufige Hitliste für eine Gemeinschaft/Schwarm:
1 cleverer wohlgesonnener Stellvertreter entscheidet
2 Schwarmintelligenz entscheidet
3 Völlige Blockade, Entscheidungsunfähigkeit oder
Münze werfen, Kopf oder Zahl
4 cleverer Stellvertreter entscheidet

Wie Nummer 1, das wär schön. Vielleicht eine hübsche Königin und ein warmer Sommer...summ summ,.. obwohl, das mit den Drohnen...
ob 3 schon eine Verbesserung zu jetzt wäre?...
Irgendwie gefällt mir Schwarmintelligenz doch ganz gut.

6



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