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Problem: immer noch

aufgegriffen von
Baba wolf
am 22.11.2013

man macht weiter..weil es Hoffnung gibt

l'@Art pour l'@Art....der Weg. das Sein























letzte Aktivität: 27.02.2017, 17:52

bisher 2 Reaktionen


Frank Zappa
am 11.02.2014, 11:22

Schön poetisch... aber ich finde, es ist zu kurz gedacht, weswegen ich dazu doch eine Frage hätte, die ich kurz erklären will:
Ich denke, viele Menschen machen nicht weiter, weil es Hoffnung gibt, sondern aus dem Gegenteil der Hoffnungslosigkeit heraus oder weil sie Angst haben vor dem, was "sonst" passiert, was anders ist, weil alles andere schlechter sein könnte.

Die meisten (/alle?) Menschen wurden seit ihrer Kindheit gedemütigt, konditioniert, eingeordnet, in Schubladen gesteckt (in Schulnoten, "Talente", psychologische Schablonen, etc.) und unterdrückt - und später sind sie kaum in der Lage, ihre Lage zu begreifen, und sich aus ihr zu befreien, weil ihr Denken dem entspricht, was man ihnen beigebracht hat, statt dem, was ihnen entspräche.

Ihr Antrieb ist die Hoffnungslosigkeit - da für sie sogar der Selbstmord hoffnungslos ist, weil ihnen die Religion beigebracht hat, dass auch der eigene Tod nichts ändert.

Und dann gibt es noch die "mechanischen Menschen", die eigentlich keine Menschen per definitionem sind - ich würde sie gerne mit dem vielleicht hart klingenden, aber trotzdem zutreffenden Ausdruck "menschlicher Müll" beschreiben - sie sind diejenigen, die ohne Bewusstsein und Gewissen leben, deren Aktionen nur Reaktionen auf äußere Umstände sind, die keinen letzten Funken freien Willens mehr übrig haben und die gewissens-, bewusstseins- und verstandslos die Welt und die Menschheit ruinieren, weil sie "ihr Leben nach einem Ziel ausrichten", unfähig, das Leben zu leben wie ein Mensch. Sie sind die Waffenhändler und die korrupten Politiker, die Umweltverschmutzer und -zerstörer, die Massenmörder und Diktatoren der Konsum- und Produktionsgesellschaften und inhumane Schlächter, generiert aus zu Tode geschändeten Seelen und Emotionen. Und sie sind, leider, auch diejenige, die Karriere machen, weil ihnen die Karriere als Lebensziel sinnvoll erscheint, während ein halbwegs normal denkender Mensch wert auf andere Dinge legen würde.
Sie sind diejenigen, die die ignorieren, die Hilfe brauchen. Sie bestrafen diejenigen, die sich beschweren. Und wer sich fügt und immer brav und unterwürfig ist, wer nichts will und nichts braucht, der wird nicht etwa am Leben gelassen, sondern der wird "verwaltet".

Und diese Verwalter sind selbst nicht mehr als Umweltverschmutzung, mechanisierte Abläufe, eine Mischung aus wandelnden Kognitionstheoremen, medizinischem Lexikon und soziologischem Forschungsobjekt. Sie haben keine Hoffnung - sie machen weiter, einfach so, weil es so ist. Welche Hoffnung hat jemand, der einen Panzer produziert oder Bomben? Hoffnung auf eine friedlichere Welt? Hoffnung auf größeren Gewinn im nächsten Jahr? Ist das wirklich ein und dieselbe Art von Hoffnung?!

Was also bedeutet für Dich "Hoffnung"? Die Hoffnung auf ein besseres Leben? Was heißt das? Auf Erleichterungen im Vergleich zu jetzt, auf Sicherheit, auf Stabilität, Hoffnung auf Humanität? Ist das hoffen auf eine Hoffnung danach nicht das selbe wie die Hoffnung auf einen schmerzlosen Tod?
Verschwendet man nicht zuviel Zeit mit Hoffnungen - statt zu leben und zu handeln? Eine Hoffnung bezieht sich immer auf einen Punkt in der Zukunft - aber dieser Punkt ist irrelevant, wenn wir die Gegenwart als solche wahrnehmen und jetzt nach dem Handeln was wir sind oder - nach unseren Maßstäben - sein sollten, statt nach dem, was wir zukünftig (vielleicht) werden wollen.

Deswegen die Frage: Was ist Hoffnung?
Und: Brauche ich sie wirklich um weiterzumachen?
Und: Widerspricht nicht: "L'art pour l'art" der Idee der Hoffnung?!

Schöne Grüße

a

1


Frank Zappa
am 11.02.2014, 11:50

Schön poetisch... aber ich finde, es ist zu kurz gedacht, weswegen ich dazu doch eine Frage hätte, die ich kurz erklären will:
Ich denke, viele Menschen machen nicht weiter, weil es Hoffnung gibt, sondern aus dem Gegenteil der Hoffnungslosigkeit heraus oder weil sie Angst haben vor dem, was "sonst" passiert, was anders ist, weil alles andere schlechter sein könnte.

Die meisten (/alle?) Menschen wurden seit ihrer Kindheit gedemütigt, konditioniert, eingeordnet, in Schubladen gesteckt (in Schulnoten, "Talente", psychologische Schablonen, etc.) und unterdrückt - und später sind sie kaum in der Lage, ihre Lage zu begreifen, und sich aus ihr zu befreien, weil ihr Denken dem entspricht, was man ihnen beigebracht hat, statt dem, was ihnen entspräche.

Ihr Antrieb ist die Hoffnungslosigkeit - da für sie sogar der Selbstmord hoffnungslos ist, weil ihnen die Religion beigebracht hat, dass auch der eigene Tod nichts ändert.

Und dann gibt es noch die "mechanischen Menschen", die eigentlich keine Menschen per definitionem sind - ich würde sie gerne mit dem vielleicht hart klingenden, aber trotzdem zutreffenden Ausdruck "menschlicher Müll" beschreiben - sie sind diejenigen, die ohne Bewusstsein und Gewissen leben, deren Aktionen nur Reaktionen auf äußere Umstände sind, die keinen letzten Funken freien Willens mehr übrig haben und die gewissens-, bewusstseins- und verstandslos die Welt und die Menschheit ruinieren, weil sie "ihr Leben nach einem Ziel ausrichten", unfähig, das Leben zu leben wie ein Mensch. Sie sind die Waffenhändler und die korrupten Politiker, die Umweltverschmutzer und -zerstörer, die Massenmörder und Diktatoren der Konsum- und Produktionsgesellschaften und inhumane Schlächter, generiert aus zu Tode geschändeten Seelen und Emotionen. Und sie sind, leider, auch diejenige, die Karriere machen, weil ihnen die Karriere als Lebensziel sinnvoll erscheint, während ein halbwegs normal denkender Mensch wert auf andere Dinge legen würde.
Sie sind diejenigen, die die ignorieren, die Hilfe brauchen. Sie bestrafen diejenigen, die sich beschweren. Und wer sich fügt und immer brav und unterwürfig ist, wer nichts will und nichts braucht, der wird nicht etwa am Leben gelassen, sondern der wird "verwaltet".

Und diese Verwalter sind selbst nicht mehr als Umweltverschmutzung, mechanisierte Abläufe, eine Mischung aus wandelnden Kognitionstheoremen, medizinischem Lexikon und soziologischem Forschungsobjekt. Sie haben keine Hoffnung - sie machen weiter, einfach so, weil es so ist. Welche Hoffnung hat jemand, der einen Panzer produziert oder Bomben? Hoffnung auf eine friedlichere Welt? Hoffnung auf größeren Gewinn im nächsten Jahr? Ist das wirklich ein und dieselbe Art von Hoffnung?!

Was also bedeutet für Dich "Hoffnung"? Die Hoffnung auf ein besseres Leben? Was heißt das? Auf Erleichterungen im Vergleich zu jetzt, auf Sicherheit, auf Stabilität, Hoffnung auf Humanität? Ist das hoffen auf eine Hoffnung danach nicht das selbe wie die Hoffnung auf einen schmerzlosen Tod?
Verschwendet man nicht zuviel Zeit mit Hoffnungen - statt zu leben und zu handeln? Eine Hoffnung bezieht sich immer auf einen Punkt in der Zukunft - aber dieser Punkt ist irrelevant, wenn wir die Gegenwart als solche wahrnehmen und jetzt nach dem Handeln was wir sind oder - nach unseren Maßstäben - sein sollten, statt nach dem, was wir zukünftig (vielleicht) werden wollen.

Deswegen die Frage: Was ist Hoffnung?
Und: Brauche ich sie wirklich um weiterzumachen?
Und: Widerspricht nicht: "L'art pour l'art" der Idee der Hoffnung?!

Schöne Grüße

a

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