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Problem: Der technische Fortschritt und die Menschheit entwickeln sich zu langsam!

aufgegriffen von
Thomas Ermentrud
am 26.01.2013

Der technische Fortschritt hinkt dem Wachstum der Umweltprobleme hinterher (Hase / Igel). Dieses Rennen ist schon lange verloren. Der Technikglaube ist ähnlich lächerlich, wie der Glaube der Nazis Ende 1944, dass man mit neuen "Wunderwaffen" (V1 ?) den Krieg noch gewinnen kann. D.h. die Lage war/ist aussichtslos, aber die Chefetage stellt sich selbstbewusst ans Mikro und erzählt Schwachsinn.

Die Menschheit täuscht sich selbst. Da müssen selbstverständliche Nebensächlichkeiten wie Homoehe als Beweis für einen Fortschritt herhalten, aber im Kern konnte sich der Mensch nur eine Handbreit vom Neandertaler entfernen. Es fehlen:
a. Vernunft
b. Altruismus
c. Denken, daß über den eigenen Tod hinaus geht

Zu c: Der Mensch kann, bzw. will nicht in die Zukunft blicken!
Warum? Die Zukunft beinhaltet immer(!), auch seinen Tod. Der Mensch muss verdrängen um sein Leben genießen zu können. Kinder begreifen irgendwann, was es heißt, wenn jemand tot ist. Im nächsten Schritt erfassen sie die eigene Endlichkeit und folgen dann dem Beispiel der Menschen, sie verdrängen den eigenen Tod - und meiden den Blick in die Zeit post mortem.

letzte Aktivität: 23.08.2017, 14:58

bisher 4 Reaktionen


Thorsten
am 28.01.2013, 22:12

--> "Der technische Fortschritt hinkt dem Wachstum der Umweltprobleme hinterher (Hase / Igel)."

Ist der Satz nicht eine Tautologie? Der technische Fortschritt ist doch die Ursache der Umweltprobleme, wie sollte er gleichzeitig die Lösung sein?

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carl maria schulte
am 08.02.2013, 19:00

(teils)ist der techn fortschritt zu schnell. emotional kommt mensch kaum/nicht mit. und was so alles als "fortschritt" angesehen wird, ist bei näherer betrachtung ein rückschritt!
hans a. pestalozzi hat mal das buch AUF DIE BÄUME IHR AFFEN geschrieben - Aufbruch aus dem Neandertal...

Öko (-high)tec allein reicht nicht, sondern muss immer auch mit der sozialen dimension zusammen gesehen werden - also neuen/sustainable formen des zusammenlebens.
Siehe z.B.:
ob-in-spe.de [extern] >Suchfunktion-Eingabe: City of the future
ODER das Projekt multifunctional city Adelaide...

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Thomas Ermentrud
am 14.03.2013, 19:19

Thorsten: Der technische Fortschritt hinkt dem Wachstum der Umweltprobleme hinterher, offiziell wird so getan, als ob die Lösung unserer Probleme auf technischem Fortschritt basieren muss. Das wäre schön, besser eine technische Lösungen, als keine. Der Glaube daran ist aber naiv, denn wer sich energetische Abläufe ansieht, der wird feststellen, dass die Effizienz unserer Technologie nicht besser als vor 500 Jahren ist. Ein Beispiel: Der Mensch möchte einen Topf Suppe kochen. Vor XXX Jahren verbrannte er fossile Stoffe wie Holz oder Kohle. Heute wird elektrisch gekocht. Wenn man sich den Tagebau bei Bergheim (Nähe Köln) ansieht, dann entsteht ein Bild davon, dass die moderne Energieform große Opfer erfordert. Ist das effizient, wenn Dörfer und Kleinstädte verlassen, abgerissen und neu aufgebaut werden müssen? Wie viel Energie wird erst einmal investiert, um die erste Kilowattstunde zu generieren? Wenn Dörfer, Straßen, Kanäle, Vegetation beseitigt wurden, kommt der Bagger. Dieses Gerät verbraucht Strom, ebenso die Förderbänder. D.h. Gewinnung und Transport der Kohle erfordern weiterenn Energieeinsatz. Ergänzend wird das Grundwasser abgepumpt mit hunderten Hochleistungspumpen. Die Erkenntnis, dass Wasser einen besonderen Wert haben sollte, können wir uns anscheinend nicht leisten. Wenn der brauchbare Teil des Schaufelinhalts im Ofen landet, wird damit Wasser erhitzt. Der Wirkungsgrad ist begrenzt, ein Teil der Wärme wird über gigantische Kühltürme entsorgt. Der entstehende Dampf treibt eine Turbine an, die einen Wirkungsgrad von XX% aufweist. Deren mechanische Energie treibt den Stromgenerator an, der wiederum einen Wirkungsgrad von XX% hat. Die dabei gewonnene elektrische Energie wird über Stromtrassen und Umspannwerke verteilt, was einen Verlust von X% beinhaltet. Im Haushalt angekommen wird der Strom eine Herdplatte erwärmen mit einem Wirkungsgrad von X%. Es ist nur logisch, dass die Menschen vor 500 Jahren mit weniger CO2-Produktion die Suppe erwärmen konnten. Wir verbrauchen alles circa 3fach. Die Technologie ist falsch ausgelegt. Nebenbei: Kernenergie ist auch keine Lösung. Kürzlich sah ich eine Dokumentation über den Rückbau eines Kernkraftwerks. Der Aufwand ist gigantisch, geht über 40 Jahre und verbraucht immense Ressourcen. Die Gewinnung von Uranerz wird immer aufwändiger. Die Entsorgung ist eine Aneinanderreihung von Irrtümern.

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Leonhard Klaar
am 19.08.2014, 08:19

The origin of accent
(Phoneticians are deaf and blind)


When a child begins to speak, he/she sets its articulatory base on that of the people surrounding him/her. Different languages have different normal movements of the parts of articulatory base in the time of talking. For that reason the speech effect in the vocal tract is different. When the tissues there are still young and yield to speech actions, permanent changes take place on the pharynx wall. A mechanical speech apparatus is formed in the vocal tract, which is serviceable until the death of the owner. After a certain critical period all new acquired languages are spoken with that instrument. As the native language has a limited number of sounds and their characteristics are only for that language, all the others are pronounced incorrectly.

A person can have more than one talking instrument in his/her vocal tract - for instance, when a child is born in a bilingual family.

For comparison: a person has a melody in his/her head and he/she can make it audible with the help of musical instruments, whereas each of them has its own “accent”. But the melody can be right with all instruments.

Leonhard Klaar
Tähe 50-2
Tartu, Estonia

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