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Problem: Recht auf Glück verwirklichen

aufgegriffen von
Julia Bonk
am 19.12.2012

Gerade wurde im Umfeld eines UNO-Treffens der erste weltweit vergleichende Glücks-Bericht vorgelegt, die UNO hat diesem Thema bereits eine Resolution gewidmet und das Land Bhutan schlägt vor, den Erfolg von staalichem Handeln an einem Glücks-Quotienten statt dem BIP zu messen.

letzte Aktivität: 23.08.2017, 14:58

bisher 4 Reaktionen


Julia Bonk
am 19.12.2012, 11:41

Dabei ist das Recht auf Glück etwas anderes als das Recht, dieses zu verfolgen: Es ergeben sich andere Implikationen für öffentliches Handeln, wenn die Grundlagen für das Glück selbst zu schaffen sind statt nur für seine Verfolgung. Es scheint dabei ein übergreifendes Ziel oder Interesse der Menschen zu sein, Wohlergehen und Glück zu empfinden. Der Gerechtigkeit halber einen Anspruch aller darauf zu etablieren, erscheint sinnvoll und nachvollziehbar.
Im Rahmen der Erstellung des Berichts und in der Glücksforschung werden durchaus Parameter fest gelegt, die für das kurzzeitige oder dauerhafte Glücks- und Zufriedenheitsgefühl von Menschen relevant sind.  Es lässt sich also annähernd beschreiben. Zudem ist ein „Recht auf Glück“ als neues universelles Recht möglicherweise weitaus mobilisierender und in diesem Sinne daher Gemeinschaft stiftender als die bisherigen universellen Ideen, deren Glaubwürdigkeit in unterschiedlicher Weise krisenhaft infrage steht.  Auch lässt sich vom Glück aus „anderes Wachstum“ denken.
Gleichzeitig aber lässt sich keinesfalls abschließend regeln, was Glück sei und was ein konkreter Mensch für sein persönliches Glück braucht. Um in einer Rechtsordnung relevant zu sein, müsste es allerdings so konkret wie möglich ausformuliert sein. Diese Ansätze/ Auffassungen widerstreiten also. Letztlich hängt es davon ab, ob man die Entscheidung trifft, von einem Recht auf Glück auszugehen: als Person für sich selbst, dieses zu sehen und einen Anspruch zu erheben und als Gemeinschaft, es zum Teil des eigenen Grundlagen-Kanons und der Orientierungspunkte zu machen. Denn das würde es nach einer solchen Entscheidung wahrscheinlich sein.
 
www.taz.de [extern]
daccess-dds-ny.un.org [extern]  
de.wikipedia.org [extern] ücksforschung
Martin Seel: „Versuch über die Formen des Glücks“, Frankfurt/ Main 1999.

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carl maria schulte
am 08.02.2013, 19:12

Zum Glück
gehört echte Partizipation/direkte Demokratie!
So zeigt es z.B. die Forschung von Bruno FREY.

Neue Institutionen sind gefragt, mit/in denen BürgerInnen ihre politische Selbstbestimmung nachhaltig/dauerhaft ausüben, der Souverän von der Nebenbühne (Wahl...) auf die Hauptbühne treten lassen.

Näheres dazu: ob-in-spe.de [extern] >Senat /Demokratieinnovation/Konvent/Kunst...

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Frank Zappa
am 11.02.2014, 13:35

Glücksforschung... meiner Meinung nach völliger Unsinn. Wer glaubt tatsächlich daran, Glück skalieren und messen und in ein Schema einordnen und vergleichen zu können?!
Wichtiger wäre, eine Kultur der Mitmenschlichkeit und Emotionalität und Solidarität zu entwickeln. Für das Glück gilt dann übertragen der Gödelsche Unvollständigkeitssatz: Wir können es nicht beweisen, aber wir gehen davon aus, dass es da ist. - Eine bessere Antwort gibts leider nicht.

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ursula cyriax
am 17.03.2014, 02:40

www.atelier-mc.de

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