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Problem: Für ein Permanentes Atommüll-Lager

aufgegriffen von
Walter Darge
am 12.04.2012

Atommüll
entsteht im Atomreaktor, z.B. durch Spaltung von Uran, das Neutronen aufgenommen hat.

Atommüll
besteht aus den Spaltprodukten und Transuranen, die sich aus Uran durch Aufnahme von Neutronen und anschließender Ausstrahlung von ß-Strahlen bilden.

letzte Aktivität: 17.10.2017, 16:49

bisher 5 Reaktionen


Mit-Denker Walter Darge
am 19.12.2012, 12:44

PDF zum Vortrag am 12. April 2012 in der Denkerei.

1


Thomas Weber
am 25.01.2013, 18:04

Sehr geehrter Herr Darge,
Den wesentlichen Grundlinien Ihres Vortrages stimme ich völlig zu.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Weber

thomasweber.blog.de [extern]

2


Martin Kohlhaas
am 06.03.2014, 12:05

Sehr geehrter Herr Darge,
den Argumenten für eine oberirdische, sichtbare Lagerung für Atommüll stimme ich zu. Ich halte es für einen Fehler, diesen zu verstecken, ihn vergessen zu wollen (Problem der technischen Überwachung, Problem der Kommunikation mit der Zukunft, usw.)

Angeregt durch die Lektüre des Romans Anathem (Neal Stephenson 2008) de.wikipedia.org [extern] möchte ich einige lose Gedanken ergänzen.

Ich stütze mich dabei auf meine Annahme/Befürchtung, dass unsere gegenwärtige Gesellschaft mit deren kurzfristigen politischen und wirtschaftlichen Strukturen/Zielen/Lobbies, nicht in der Lage bzw. Willens ist, sich einer solch langfristigen Aufgabe zu stellen.

- Übergabe der Atommüll-Lagerung an eine autonome Gemeinschaft, die sich darum langfristig kümmert, die die Aufgabe der Pflege und ihr Wissen um die Behandlung des Atommülls innerhalb der Gemeinschaft weiter gibt.
- Diese Gemeinschaft darf nicht an staatlichen, politischen und anderen kurzfristigen Entscheidungen hängen (Finanzierung, Versorgung, Infrastruktur, etc.).
- Ziel: klosterartige autonome Gebiete, die sich selbst versorgen, eine von der Gesellschaft und tagesaktuellen Prozessen abgekoppelte Gemeinschaft, die sich im Rahmen von ritualisierten Prozessen um die Pflege der Atommüll-Lagerstätten und parallel um ihre eigene Versorgung kümmern
- „Tage der offenen Tür“, wo die „normale“ Welt Zutritt zur Gemeinschaft erhält, um das Gedächtnis aktiv zu halten, um neue Mitglieder für die Gemeinschaft zu gewinnen
- eigenes Netzwerk zwischen diesen, global verteilten Gemeinschaften (Austausch von Wissen und Personen)
- Netzwerk schafft durch praktisches Beispiel Forschungsergebnisse hinsichtlich Nutzung der im Lager begrenzt vorhandenen Ressourcen, Selbstversorgung, Energieversorgung, Energie, Gesundheit, langfristige Speicherung von Wissen, welche an die äußere Gesellschaft rückwirkend können
- Lagergebiete und Gemeinschaftsmitglieder müssen durch die äußere Gesellschaft unantastbar sein
- läuft auf eine Art kultische, religiöse, sektenartige Verehrung des Atommülls als Gegenstand und Ziel der Gemeinschaft hinaus.
- im Moment streben viele Leute streben nach alternativen Gemeinschaften - Stichworte: Ökologie, Transition Town, Grundeinkommen, Hinwendung zu spirituellen Themen (Yoga, etc.) Konsumverweigerung, vegane Ernährung, Urban Gardening, autonome Stromversorgung, Flug zum Mars ohne Rückfahrkarte, etc.
- diese Menschen könnten potentielle Gründer der ersten Gemeinschaften sein

# Mögliche Phasen der Einrichtung:
(ohne Nutzung der vorhandenen Strukturen geht es zu Anfang doch nicht)
- Phase 1: Ausweisung von Lagerstätten mit entsprechend Land drumherum (kurzfristige politische Aufgabe)
- Phase 2: Start/Übergangsphase (Akquisition der ersten Gemeinschaftsmitglieder, Anschub der Selbstversorgung, Formulierung der Gesellschaftsregeln) - Finanzierung durch internationale Stiftung unabhängig von Staat/Politik/Wahlen, etc.
- Phase 3: Autonomie

3


Martin Kohlhaas
am 28.03.2014, 15:47

Interessanter Beitrag mit spannenden Diskussionsbeiträgen auf ZEIT Online: www.zeit.de [extern]

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