Denkerei
Oranienplatz 2
10999 Berlin
Telefon (030) 61671001
info@denkerei-berlin.de

 
Denkerei/Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen  • Außenansicht. Gestaltung: Adler & Schmidt, Berlin 2011
Formel für das poetische Ideal nach Friedrich Schlegel  • 1/0 steht für „unendlich groß“; F=Fantastik, S=Sentimentalität und M=Mimik. Gestaltung: Adler & Schmit, Berlin 2011
"Notrufsäule Bazon Brock" im Institut für theoretische Kunst, Universaltheorie und Prognostik • Konzept der Notrufsäule: Bazon Brock; Ausführung: Steffen Peter, 2011.
Fensterbeschriftung: Adler & Schmidt, Berlin 2011

Gründung der Denkerei

Am 3. Dezember 2011 eröffnete die von Bazon Brock gegründete Denkerei mit dem Amt für Arbeit an unlösbaren Problemen und Maßnahmen der hohen Hand. Monatlich finden Veranstaltungen aus den Bereichen Kunst, Wissenschaft, Gesellschaft mit wechselnden Gästen statt (bis Juni 2013 in Kooperation mit der Leuphana Universität Lüneburg). Die Denkerei plant darüberhinaus, vermehrt gemeinsame Aktionen mit lokalen Kreuzberger Initiativen und Projekten umzusetzen.

Weitere Informationen

Unlösbare Probleme diskutieren

Die souveräne Leistung einer Gesellschaft kann nur darin bestehen, den Normalfall zu garantieren. • Bazon Brock, Lustmarsch, 2006 © QART Büro für Gestaltung, 2011

Nächste Veranstaltungen

Mittwoch, 5.04.2017, 18:30 Uhr
Berlin

Vom Saulus zum Paulus? Aufklärung über ein Sprichwort gewordenes Missverständnis
Mit Pfarrer Matthias Loerbroks und Bazon Brock

Dienstag, 25.04.2017, 18:30 Uhr
Berlin

Die Weltwirtschaft kann nur gerettet werden, wenn sie endlich kapitalistisch wird
Gegen den Dadaismus der schöpferischen Zerstörung, des schöpferischen Mordes und des schöpferischen Endes von allem

Dienstag, 2.05.2017, 18:30 Uhr
Berlin

Ausstellung: Silke Rehberg „Schlafende“
02.05.-04.07.2017

Sensation bei Nekes-Ehrung in der Denkerei

Zur Gedächtnisfeier für den jüngst verstorbenen Werner Nekes am Samstag, den 25. März 2017 erschien auch Prof. Dr. Horst Bredekamp und erklärte, dass in die Konzeption des Humboldt Forums die kulturwissenschaftlichen Forschungsergebnisse von Werner Nekes aufgenommen worden seien: _„Das haben wir längst“. Der Überraschung im Auditorium entsprach die Freude über ein derart umfassendes Konzept für das Humboldt Forum.

Der Kulturhistoriker Nekes sammelte die ältesten noch erhaltenen technischen Bildgebungsinstrumente. Mit seinem Werk als moderner Lichtbildkünstler (Film als Lichteratur) stellte er experimentell die uns nicht erhaltenen möglichen Anwendungsresultate der alten Bildtechniken her. Deswegen konnte er behaupten, seine Arbeit als Künstler sei mindestens 400 Jahre alt.

Warum ist das so eine grandiose Leistung? In Kürze: Wir kennen beispielsweise den Parthenon-Tempel auf der Akropolis, wissen aber bis heute nicht annähernd, wie man ihn von 460-445 v. Chr., also in einem sehr kurzen Zeitraum, erschaffen konnte. Bei den Geräten aus der Sammlung Nekes haben wir das technische Handwerkszeug, wissen aber nichts über die Resultate von dessen Anwendung. Aber es gibt Hinweise: so haben beispielsweise analphabetische Teppichweberinnen bereits vor 500 Jahren Bildkonzepte erreicht, denen erst Mitte des 20. Jahrhunderts von akademisch ausgebildeten Malern entsprochen werden konnte.

Wie sind derartige Übereinstimmungen von kollektiven Arbeitsprozessen mit denen hoch entwickelter Künstlerindividualitäten zu erklären? Die Antwort lautet: Erst die Arbeit der modernen Künstler ermöglicht es uns, rückwirkend die Zeugnisse kollektiver Arbeitskulturen zu würdigen. Werner Nekes hat entscheidend dazu beigetragen, erkennen und anerkennen zu können, dass historisch frühere Kulturen nicht nur generell, sondern auch im Speziellen der Hochleistungstechnik es mit den gloriosen Resultaten unserer Gegenwart aufnehmen konnten. Es gibt keinen Fortschritt in der Entwicklung der Kulturen. Alle Kulturen aller Zeiten haben immer schon das volle Potenzial der menschlichen Möglichkeiten, wenn auch in je unterschiedlicher Weise, entfaltet. Das anzunehmen ist zwingend, da wir inzwischen wissen, dass die Menschen seit mindestens 35.000 Jahren in jeder Hinsicht die gleichen waren wie wir es heute sind.

Bazon Brock, Berlin am 27.03.2017

Geschichte des Action Teaching

Nachdem die Ausstellung "Beuys Brock Vostell. Aktion Demonstration Performance" im ZKM Karlsruhe beendet ist, sind in der Denkerei einige der Exponate ab 22.01.2015 während der Veranstaltungen sowie nach Voranmeldung zu sehen!

Literaturbleche

Publikationen

Aus den Denkerei-Veranstaltungen in Kooperation mit der Universität Klagenfurt sind zwei Publikationen hervorgegangen, zu beziehen über die Denkerei oder den Buchhandel:

Unlösbare Probleme. Warum Gesellschaften kollabieren. Hrsg. von Arno Bammé. München 2013.

Schöpfer der zweiten Natur. Der Mensch im Anthropozän. Hrsg. von Arno Bammé. Marburg 2014.

Publikationen Denkerei

The Avantgarde Diaries zu Gast in der Denkerei

Video ansehen unter: https://vimeo.com/50616349

Avantgarde Diaries: Deceleration of Time • Susanna Kraus & Bazon Brock (Filmstill)